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LÄNGERE LEBENSERWARTUNG – MEHR SPASS?

Wo früher Schluss war, fängt jetzt viel Neues an: 

Wer zur Generation X gehört, oder noch später geboren wurde, hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine Lebensgeschichte mit deutlich mehr Kapiteln, als frühere Generationen. Was dieses Plus an Lebenszeit bringt, hat man zu einem guten Teil selbst in der Hand. Erfahrung, Lust auf Neues und „jung gebliebener“ Enthusiasmus sind jedenfalls eine starke Mischung, um Ziele zu erreichen, und Träume zu verwirklichen. Wie das funktionieren kann, worauf Sie dabei achten sollten – und welche Entwicklungen dabei helfen oder stören könnten.

Die große Freiheit

Noch vor wenigen Jahrzehnten war man mit 60 Jahren alt. Und heute? Die Lebenserwartung steigt, ebenso die Vitalität der „Senioren“. Immer mehr „Best Ager“ starten voller Elan durch.

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Weltweit ist die durchschnittliche Lebenserwartung zwischen 1950 (48,1 Jahre) und 2017 (70,5 Jahre) gewaltig angestiegen. Das ergab die Studie „Global Burden of Disease“. Auch die Österreicherinnen und Österreicher leben immer länger, die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt hierzulande bereits über 80 Jahre. Wer um das Jahr 1980 geboren wurde, lebt deutlich länger als jemand, der 1950 geboren wurde. Die zwischen 1995 und 2010 Geborenen, genannt ‚Generation Z‘, können mit etwa 15 Lebens-Jahren mehr rechnen, bei ‚Babyboomern‘ und Angehörigen der ‚Generation X‘ kommen etwas weniger Jahre dazu. Wie wollen Sie diese „gewonnenen“ Jahren verbringen? Wie stellen Sie sich Ihr eigenes Alter vor?

durchschnittliche Lebenserwartung - 1950
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durchschnittliche Lebenserwartung - 2017
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Frei sein!

Endlich machen, wofür vorher Zeit, Muße, oder Geld fehlten. So will der Großteil der Deutschen den Ruhestand nutzen. Das geht aus der Umfrage „Altern in Deutschland“ von stern und Körber-Stiftung hervor. Die meisten Befragten wollen sich stärker ihren Hobbys widmen (54 Prozent), oder reisen (54 Prozent) – und haben damit ein deutlich aktiveres Senioren-Programm vor sich, als die meisten vorangegangen Generationen. Das ist wohl auch eine Folge unseres komfortableren Lebens. Demografen fordern bereits eine neue Alters-Definitionen: Ein heute 65-Jähriger hat in der Regel nämlich nicht nur mehr Lebenszeit vor sich, als ein 65-jähriger vor 50, 100 oder gar 150 Jahren. Er ist im Durchschnitt deutlich gesünder, körperlich fitter, und hat besseres kognitive Fähigkeiten.

60 ist das neue 50

Menschen im Pensions-Alter sind heute oft modebewusst, fit, erfahrungshungrig – und sehen sich noch längst nicht auf dem Abstellgleis. Das geht aus dem „Golden Ager Report“ von Marketagent.com hervor. Drei Viertel (76%) der befragten 50-79-Jährigen fühlen sich mitten im Leben. Wichtiger als das eigene Geburtsdatum ist das gefühlte Alter: Im Schnitt fühlen sich die befragten Best Ager um ganze 10 Jahre jünger, als es in ihrem Pass steht. „60 ist also tatsächlich das neue 50“, fasst Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com, die Ergebnisse zusammen. „Alt“ ist man der Umfrage zufolge übrigens frühestens ab 70, für die 60+Jährigen beginnt das Alter gar erst ab 75 Jahren. Fazit: Best Ager stehen mitten im Leben und gehören längst noch nicht zum alten Eisen. Und sie werden immer mehr.

Soziale Ungleichheit

Laut Angaben der Statistik Austria waren 1960 etwas mehr als 1,2 Millionen Menschen in Österreich älter als 60 Jahre. 2019 sind es über 2,2 Millionen. Im Jahre 2050 werden es über 3,2 Millionen sein. Nicht alle von ihnen haben ihre besten Jahre noch vor sich. Berufs- und schichtspezifisch zeigen sich markante Differenzen. Vor allem Personen aus niederen Einkommensgruppen mit körperlich belastenden Berufen treten oft mit eingeschränkter Gesundheit den Ruhestand an. Es sind eher Personen, die gut verdient und für den Ruhestand finanziell vorgesorgt haben, die mit 80 auf Weltreise gehen. Oder viel Zeit, vielleicht auch auf Reisen, mit ihren Kindern und Enkelkindern verbringen. Das wollen im Ruhestand laut stern und Körber-Stiftung nämlich 38 Prozent der Befragten.

Das „ewige“ Leben

Google & Co arbeiten in Milliarden-Projekten daran, „den Tod abzuschaffen“. Eine Lebenserwartung von mehreren 100 Jahren könnte „bald“ realistisch sein – wenn man es sich leisten kann. Was würde das mit uns, unseren Familien-Systemen und Lebensmodellen machen? Wollen wir das überhaupt?

„Jede Woche verlängert sich unser Leben um ein Wochenende.“ Dieser Satz des niederländischen Altersforschers Rudi Westendorp beruht auf dem Faktum, dass sich in der jüngeren Vergangenheit die Lebenserwartung pro Jahrzehnt um zwei bis drei Jahre verlängert. Das hat Westendorp auf eine Woche umgerechnet. „Der erste Mensch, der 135 Jahre alt werden wird, ist bereits geboren“, meint Westendorp. Im Silicon Valley git man sich weniger bescheiden: Für viele IT-Vordenker ist der Tod ein Problem. Und Probleme sind da, sie zu lösen.

Lieber Leben als sterben

Unternehmen wie Google und Facebook investieren Milliarden, um den alten Menschheitstraum vom ewigen Leben wahr werden zu lassen. „Wenn Sie mich heute fragen, ob es möglich ist, 500 Jahre zu leben, so lautet die Antwort: Ja!“ Das sagte Bill Maris in einem CNN-Interview 2015. Der Mann ist CEO von Google Ventures, und dieser Investment-Fonds investiert bevorzugt in Biotech & Life Sciences. Die Ziele im Kampf gegen den Tod erklärte er mit einem Vergleich aus dem Sport: „Wir wollen nicht einige Meter aufholen. Wir versuchen, das Spiel zu gewinnen!“ Warum? „Weil Leben besser ist als sterben.“ Peter Thiel, Gründer des Online-Bezahldienstes PayPal und einer der ersten Geldgeber von Facebook, teilt diese Gedanken. Seiner Meinung nach bestehe unsere Gesellschaft vor allem aus Menschen, die den Tod hinnehmen, oder leugnen würden. „Ich bekämpfe ihn lieber“, erklärte Thiel in einem Interview. Bei einem tatkräftigen und in der Tech-Szene bestens vernetzten Milliardär beschränkt sich dieser Kampf nicht auf ausgewogene Ernährung und sportlichen Lifestyle: Thiel investiert in mehrere Unternehmen, die an Lebensverlängerung und regenerativer Medizin arbeiten. Zum Beispiel in Unity Biotechnology, einer der vielversprechendsten Anti-Alterungs-Comanys.

#IchWerde100

Die Lebenserwartung steigt und es gibt immer mehr Menschen, die 100 Jahre alt werden. Das bedeutet, dass jede unserer Entscheidungen längere Auswirkungen hat.

Die richtige Vorsorge hilft uns dabei, dass unsere Zukunft genauso lebenswert wird, wie es unsere Gegenwart ist. Wer länger lebt, kann mehr erwarten.

Das Altern stoppen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gab 600 Millionen Dollar für ein eigenes Zellforschungszentrum aus. Google startete eine Tochterfirma namens California Life Company (Calico), um das Rätsel des Alterns entschlüsseln und aufhalten zu können, den Tod zu beseitigen. Was nach PR-Gag oder Science Fiction klingt, ist durchaus ernst zu nehmen – und für immer mehr renommierte Forscher ein vorrangiges wissenschaftliches Projekt des 21. Jahrhunderts. So ist Arthur D. Levinson, Molekularbiologe und früherer Verwaltungsrat-Präsident bei Apple, Chef von Calico. Unter seiner Leitung arbeiten weit über 100 Top-Wissenschaftler aus den Bereichen Molekularbiologie, Computerbiologie, Genetik.

Weitreichende Folgen

Der Historiker und Autor Yuval Harari beschreibt in seinem Buch „Homo Deus“ die möglichen Folgen, und räumt gleich einmal mit dem Mythos der „Unsterblichkeit auf“: Selbst wenn es gelingen sollte, die Ursachen des „natürlichen“ Todes auszuhebeln, könnten diese „Übermenschen“ nach wie vor bei Ereignissen wie Kriegen oder Unfällen ums Leben kommen – und deshalb zu den ängstlichsten Menschen werden, die es jemals gegeben habe. Schließlich hätten sie weit mehr zu verlieren, als andere, nämlich die Unendlichkeit. Unter diesem Gesichtspunkt überlege man es sich wohl, ob man den Himalaya besteigt, im Meer schwimmt, auswärts speist, oder eine Straße überquert, so Harari. Auch für unsere Familien-Systeme hätte das „ewige“ Leben weitreichende Folgen: Wie viele Ehen würden tatsächlich die Jahrhunderte überdauern? Wie viel Freude würden Geburtstags- und Weihnachtsfeste ohne das Bewusstsein der Endlichkeit bereiten? Welche Art von Politikern würde „ewig“ an der Macht bleiben, wenn ihnen das eigene Ablaufdatum keine Grenzen setzt? Fakt ist: Die Vision vom längeren Leben ist bereits Realität. Ob sich der uralte Menschheitstraum von der Unsterblichkeit im digitalen High-Tech-Zeitalter erfüllt? Bleibt abzuwarten, ob manche von uns das erleben.

Viel Geld, viele Ansätze

Die medizinischen Ansätze, mit denen vom Silicon Valley aus der Tod besiegt werden soll, sind vielfältig: Mal soll es mit Nano-Technologie gelingen, mit deren Hilfe etwa verstopften Arterien regelmäßig gesäubert werden könnten. Andere Konzepte betrachten den Körper als Informationsverarbeitungssystem, das gesteuert werden kann, um dann etwa das Altern oder Absterben von Zellen zu verhindern und das finale Systemversagen – den Tod – aufzuhalten. Ray Kurzweil, Wissenschafter, Erfinder und bedeutender Impulsgeber für Googles Calcio, verspricht jedem, der im Jahr 2050 einen gesunden Körper und gute finanzielle Mittel habe, die ernsthafte Chance auf Unsterblichkeit. Aber was bedeutet es für uns und unsere Gesellschaft, wenn die Träume der ‚Immortalists‘ genannten Unsterblichkeits-Visionäre wahr werden?

Wir können nicht vorhersagen, wie Ihr Leben verlaufen wird. Aber wir können es begleiten.

Träumerei:
Rückzug mit Erfolg

Etwas leiser treten, aufs Land ziehen und in Ruhe tun, was man schon immer tun wollte: Mit diesen Zielen kauften Barbara Ebner und Roland Kloiber einen alten Dreikanthof – und machten daraus eine der beliebtesten Hochzeits-Locations Österreichs.

Schon als Jugendliche liebte Barbara Ebner ein bestimmtes Motiv in französischen Filmen: Glückliche Menschen, die an langen Tafeln in der Natur speisen, Rotwein trinken, das Leben genießen. „Davon habe ich geträumt, aber trotzdem einen anderen Lebensweg eingeschlagen“, erzählt sie – und ergänzt: „Es ist nie zu spät! Man muss sich nicht für ein Ding im Leben entscheiden, für das eine Haus, oder den einen Job. Außer vielleicht für den einen Mann.“ Der Mann in Barbaras Leben heißt Roland Kloiber, stammt wie sie aus der Obersteiermark. Die beiden kennen einander seit dem Gymnasium, studierten und arbeiteten in Wien und Graz. „Karriere und zwischendurch CityHighlife, das war ein paar Jahre interessant, aber irgendwann genug“, meint Roland Kloiber. Folglich suchten der Molekularbiologe und die Medienmanagerin einen kleinen, ruhigen Rückzugsort fürs Wochenende. Entstanden ist daraus etwas ganz anderes.


Tabula Rasa

2007, die beiden waren 35, kauften sie einen romantischen, aber renovierungsbedürftigen Dreikanthof in Weichselbaum bei Maria Bild. „Südburgenland statt Provence, aber ich habe mir meinen Jugend-Traum erfüllt“, erzählt Barbara Ebner. Die Generalsanierung des Gebäudes war vor allem für Roland Kloiber ein „Knochenjob“. Barbaras Part: Die Räume im verspielten Vintage-Look auf Vordermann zu bringen. Wichtig beim Gestalten ist für sie vor allem eines: Der Mut, Tabula Rasa zu machen. „Das Potential zu sehen, ist die eine Sache. Aber wer es nutzen will, darf keine Angst vor Veränderung haben“, betonen die beiden, und bringen damit auch ihre Lebensmaxime auf den Punkt. Die neue Wohnsituation wurde nämlich zur Basis für einen kompletten Neustart – der, eigentlich ganz harmlos, mit ihrer Hochzeit, begann. Barbara Ebner war eine „ziemlich manische Braut“, besuchte 40 Hochzeits-Locations, bis sie zufrieden war. Ihr Gatte wiederum erkannte immer deutlicher, dass er „einfach kein Büromensch“ ist und träumte davon, seinen bisherigen Brotberuf aufzugeben, um Koch zu werden. Wie sich dieser Traum mit dem Leben im 200 Einwohner-Dorf vereinbaren ließ?


Die Träumerei

Der Schriftzug „Träumerei“ verrät, dass der romantische Dreikanthof mitunter auch etwas ganz anderes als ein ruhiger Rückzugsort ist: Etwa 50 Hochzeiten pro Jahr werden hier gefeiert. Die Hochzeitsmenüs bereitet der Hausherr mit seinem Team zu. Seinen Beruf als Molekularbiologe hängte er an den Nagel, verfeinerte seine Kochkünste in Haubenrestaurants. Betriebswirtin Barbara wurde Wirtin, managed statt Medienunternehmen Hochzeiten. Mit ihrer „offenen Art“, einem ausgeprägten Organisationstalent, und dem guten Auge für Looks & Dekos brachte sie die wichtigsten Voraussetzungen mit. Der Name „Träumerei“ ist Programm: „Träume sind oft spannender als die Realität, und ein wichtiger Antrieb, Ziele zu erreichen“, meint sie. Auf einem der im ganzen Haus verteilten Message-Schildern steht es schwarz auf weiß: Life is a journey, not a destination. „Viele träumen ein Leben lang von einem anderen Zuhause, einem anderen Job – und ändern nichts. Aber was hat man zu verlieren? Bevor wir etwas wagen, planen und überlegen wir alles sehr genau. Bis jetzt ist aus dem Neuen immer etwas Gutes entstanden.“

Rechtzeitig vorsorgen hilft,
dass man’s hat, wenn man’s braucht.

Besser im Alter: YouTube-Star ab 60

„Meine Oma ist ein Star“, können die drei Enkelkinder von Greta Silver sagen. Die 71-Jährige ist freilich keine Ikone einer vergangenen Epoche. Sie hat sich, nach Jahrzehnten als Hausfrau und Innenraum-Gestalterin, mit 60 neu erfunden, begann zu modeln, zu schreiben und zu bloggen.

Greta Silvers Youtube-Kanal “Zu jung fürs Alter“ wird millionenfach geklickt, ihre Bücher sind Bestseller. Warum das fortgeschrittene Alter ein guter Zeitpunkt ist, Träume zu verwirklichen, beschreibt sie auch in ihrem neuen Buch, ‚Alt genug, um mich jung zu fühlen‘. Demnach sei das Alter Erntezeit: Vorher war Pflicht, jetzt komme die Kür, mit allen Möglichkeiten der Jugend, nur ohne Stress und Ängste. „Was hat man denn zu verlieren?“ meint Greta Silver im Interview. „Die Kinder sind auf der Spur. Man ist nur noch für sich selbst verantwortlich, kann einfach etwas ausprobieren.“ Und wenn man feststellt, das war doch nichts? „Dann muss man sich später wenigstens nicht sagen: hätte ich es doch probiert. In jungen Jahren wäre das eher ein Versagen gewesen.“


Startup für die neue Lebensphase

Ein gewisser finanzieller „Polster“ sei natürlich hilfreich, wenn man in späteren Jahren neu durchstarten wolle – aber nicht zwingend notwendig. Greta Silver brauchte für ihren YouTube-Kanal kein Geld. Sie macht ihre Filme immer noch mit einer alten Kamera, und schneidet sie auf ihrem Home-Computer. „Ein Buch schreiben kostet kein Geld. Zu modeln bringt sogar Geld. Wer die Welt verbessern, sich einer Organisation anschließen möchte, kann mit Tatkraft helfen.“ Man solle sich bewusst machen, dass die Zeit von 60 bis 90 genau so lang ist, wie die von 30 bis 60. „Wenn wir die gleiche Intensität leben wollen, dann verstehen wir diese neue Lebensphase als Start-up Unternehmen und verwirklichen die Träume, die in unserem hektischen Berufsalltag zu kurz gekommen sind.“ Eigenverantwortung und der Wille zur Umsetzung sind unverzichtbar, damit dieses „Start-up“ funktioniert.


„Tolles Startkapital“

„Es kommt keiner vorbei, der das für uns erledigt. Sich aufs Sofa setzen und sagen, ‚bei mir passiert nichts‘ – das ist irgendwie komisch. Es bedarf unserer Entscheidung und unserer Handlung.“ Basis dafür seinen die Errungenschaften des Alters: Erfahrungen, und Lebensknowhow. Jede Generation habe viel erreicht. Aber nicht nur das. „Was haben wir alles für Niederlagen erlebt, sie durchlitten und daraus gelernt. Das ist ein tolles Startkapital für unser Startup-Unternehmen.“ Welche Tipps hat Greta Silver für alle, die jetzt um die 40 sind, und in einer späteren Lebensphase nochmals „durchstarten“ wollen? Gesunde Ernährung, genug Trinken, Sport, sich mental fit halten, neugierig und begeisterungsfähig bleiben. Und: Ziele und Träume nicht aus den Augen verlieren! „Ich habe damals eine Exceltabelle geführt mit all den Ideen, für die keine Zeit war.“

Lieber 30 oder 71?

Greta Silver hat sich mit 17 entschieden, 120 Jahre alt zu werden. „Demnach befinde ich mich jetzt, mit 71, in der Blütezeit meines Lebens“, meint die Hamburgerin. Sollten die Pläne von Google & Co, die Lebenserwartung weiter auszudehnen, funktionieren – wäre das etwas für sie? „Wieso nicht? Neugierig genug bin ich.“ Welche“ Greta Silver würde sie für weitere 100 Jahre, oder mehr, am liebsten sein: Die 30-Jährige, oder die aktuelle? „Natürlich die aktuelle! Und dann bitte immer weiter entwickeln, sonst wird es langweilig.“ Mit 30 sei sie nicht unglücklich, aber gesellschaftlich angepasst gewesen. „Du schuldest deinen Träumen noch das Leben“, betont sie, und ruft zum Sprengen von Grenzen auf, hinter denen die Freiheit warte. Sie selbst lebt bereits in dieser Freiheit. Wie sich das anfühlt? „Unglaublich gut. So, wie am Abend vor dem Kindergeburtstag: man wusste, es wird ein wundervoller Tag – aber man wusste nicht genau, was passieren wird.“

Buch-Tipp

Greta Silver: Alt genug, um mich jung zu fühlen
Verlag: Rowohlt
Erstverkaufstag: 19. November 2019

Wer soll das bezahlen?

Sinkende Geburtenraten, steigende Lebenserwartung – noch dazu wird wohl in absehbarer Zeit Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt und damit das Steuer-Einkommen der Staaten verändern. Was bedeutet das für unsere Pensionen? Können wir unseren Lebensstandard nach dem Berufsleben halten?

13,6 bzw. 18,5: So viele Pensionsjahre erlebten Männer bzw. Frauen in Österreich durchschnittlich, wenn sie 1970 den Ruhestand antraten. Inzwischen sind bei Männern rund 8 Jahre dazugekommen, bei Frauen etwas mehr. Wer heute altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheidet, hat somit etwa ein Vierteljahrhundert Pension vor sich. Analysen der Agenda Austria zeigen: Während sich die demografische Herausforderung vor allem in Zukunft verschärft, ist die Lage im Pensions-System schon heute angespannt.

Wie lange können Pensionen noch länger werden?

„Da das Lebensalter schneller als das Pensionsantrittsalter steigt, wird die Distanz zwischen Pensions-Eintritt und Lebensende immer größer“, erklärt Dr. Rainer Münz, Wissenschafter bei der Agenda Austria und langjähriger europäischer Top-Experte des European Policy Strategy Center. Weil wir im Durchschnitt mehr aus dem öffentlichen Pensionssystem herausnehmen, als wir vorher einbezahlt haben, sind wachsende staatliche Zuschüsse erforderlich. Sinnvoll wäre es, so der Experte, das Pensionsantrittsalter an den Zuwachs der Lebenserwartung zu koppeln. „Wenn die Lebenserwartung im 21. Jahrhundert weit über 90 hinausgeht, kann ein Pensionsantrittsalters von 59 jedenfalls nicht des Rätsels Lösung sein.“

Bald mehr, oder weniger Arbeitende?

Die Wissenschafter des IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis) thematisieren eine Alternative zum Hinaufsetzen des Pensionsantrittsalters: In einem Artikel für „Demographic Research“ aus dem Jahr 2014 meinen sie: Wenn es gelingen würde, pro Jahr ein bis zwei Prozent mehr Personen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, könne das Pensionsantrittsalter sogar um ein Jahr sinken, ohne die arbeitende Bevölkerung finanziell stärker zu belasten. Diesen Plänen steht freilich der mögliche Wegfall vieler Arbeitsplätze durch Automatisierung und Künstliche Intelligenz gegenüber.

Radikale Frage

Ein weiteres Szenario in vermutlich etwas fernerer Zukunft: Was würde es für unser Pensions-System bedeuten, wenn aktuell laufende Forschungsprojekte ihr Ziel, die Lebensdauer dramatisch zu erhöhen, erreichen würden? „Diese medizinischen Interventions-Möglichkeiten, die am Anfang wohl teuer sein werden, führen zu einer Vergrößerung der Ungleichheit, dass wohlhabende Menschen im Schnitt länger leben“, meint Rainer Münz. „Wenn manche dann wirklich um viele Jahrzehnte länger leben, stellt sich ganz radikal die Frage, ob das mit staatlicher Pension geschehen soll.“

Eines ist sicher

Wie sich die Höhen der Pensionen entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Eines steht für Rainer Münz jedenfalls fest: „Wer es sich leisten kann und keine nennenswerte Erbschaft in Aussicht hat, sollte für die Zeit nach Ende des eigenen Berufslebens vorsorgen. In einer rasch alternden Gesellschaft wie der unsrigen ist das besonders ratsam.“

Daheim sitzen und stricken – nicht mit mir! Oder doch?


Naturwissenschaftlerin Stephanie van der Linden hat nach der Geburt ihres ersten Kindes Babykleidung entworfen. Heute sind ihre Strick-Bücher internationale Bestseller, ihre Strick-Tipps in Online-Videos und -Foren heiß begehrt. Warum Stricken boomt – und wie man sein Hobby zum einträglichen Beruf macht.

Der kreative Prozess findet bei Stephanie van der Linden vor dem Stricken statt, mit Garnen, Farben, Mustern, Schnitten und Symmetrien. Wenn sie strickt – oder für Buchprojekte stricken lässt – sind ihre Anleitungen fix fertig, sie weiß schon vor der ersten Masche, wie das Strickstück aussehen wird. „Einfach drauf los stricken, das macht mir nur den halben Spaß. Ich bin definitiv eine Planerin“, sagt die populäre Strickbuch-Autorin – ihre ungewöhnliche Karriere hat sie allerdings nicht geplant. „Eines ergab sich aus dem anderen. Oft dadurch, dass ich von meinen Ideen und Wünschen erzählte, mich dann auf Anfragen eingelassen habe.“

Aus der Karenz via Internet in die Welt

Noch bevor sie lesen und schreiben konnte, lernte Stephanie van der Linden, geboren 1970, von ihrer Oma Stricken. Durch ihr Chemie-und Bauingenieur-Studium entdeckte sie die mathematischen Strukturen hinter den Maschen, beschäftigte sich mit Farbwirkungen und den Eigenschaften von Materialien und Farbstoffen. Die Leidenschaft für Passformen & Stricktechniken blieb vorerst ein Hobby, Stephanie van der Linden arbeitete als Bauingenieurin – bis zur Geburt ihres ersten Kindes. 2005 kam sie während der Karenz via Internet mit Strickbegeisterten aus aller Welt in Kontakt und entwarf für eine Gruppe von zunächst 500 Mitgliedern Sockenmuster. Dass dieses Hobby zum einträglichen Beruf wurde, hängt wohl auch mit ihrem internationalen Angebot zusammen: Ihre Anleitungen gab es von Anfang an auf Deutsch und Englisch. Bald setzten über 2000 User van der Lindens Vorlagen um – und halfen ihr bei der Weiterentwicklung ihres Angebots.

Vom Bauwesen in die Strick-Branche

Alle Teilnehmer hatten eigene Wünsche, Fähigkeiten und Erfahrungen, und gaben direktes, manchmal unverblümtes Feedback zum Stil der Anleitungen. „Ein besseres Bootcamp hätte ich mir gar nicht vorstellen können“, erzählt Stephanie van der Linden. Ihrer Meinung nach sollte man gerade im Kreativbereich den Kunden im Fokus haben. Das ermöglicht, Trends aufzuspüren, Anleitungs- und Tutorialtexte zu optimieren. Dabei hilft der Austausch auf Plattformen wie ravelry.com – dort traten auch internationale Verlage und Garnhersteller an die populäre Stricktechnikerin heran. Inzwischen sind ihre Bücher in mehreren Auflagen und Sprachen erschienene Bestseller, tausende User folgen ihren Strick-Tipps in Online-Videos und -Foren. Der Übergang vom „fixen Job“ als Bauingenieurin zur selbstständigen Größe in der Strick-Szene erfolgte nahtlos: „Ich bin nach der Kinderpause und einem Umzug in eine andere Stadt gar nicht erst wieder in den vorigen Job eingestiegen, ich hatte ja bereits Anfragen von Verlagen und Garnherstellern vorliegen.“ Woher Sie die Sicherheit nahm, als frisch gebackene Mutter einen neuen Weg zu gehen, der Mut erfordert: „Wenn man in der Situation keinen finanziellen Druck hat, jeden Auftrag sofort anzunehmen zu müssen, hilft das sehr.“


Stricken ist wieder in

Die neue Lust an Individualität, Kreativität und die DIY-Bewegung sind entscheidende Faktoren, warum Stricken auch bei jungen Leuten „in“ ist. „Die modernen Strick-Fans sind bereit, viel Geld für edle Garne und hochwertige Nadeln auszugeben, verlangen aber auch ausführliche, gut ausgearbeitete Anleitungen mit ansprechenden Fotos, hilfreichen Tutorials oder Links zu Videos. Und manchmal auch den direkten Kontakt zum Designer, um Fragen bei Problemen individuell klären zu können“, weiß van der Linden. Für sie selbst ist Stricken totale Entspannung. Meditativen Charakter spürt sie dabei nur auf Bahnfahrten, wenn sie während dem Stricken Stillsitzen muss. Sie ist viel unterwegs, besucht Messen, Kunden und Auftraggeber, online trifft man sie auf verschiedenen Social Media-Plattformen. Sie entwirft und schreibt, lektoriert Anleitungen für Verlage, Garnhersteller, und andere Designer. Kaum ein Arbeitstag ist wie der andere – und das gefällt Stephanie van der Linden. Die Rückkehr in ihren früheren Job als Bauingenieurin ist jedenfalls nicht geplant.

Ab jetzt bin ich mein eigener Chef!

Thomas Pfummerl war 30 Jahre lang Banker. Dann kündigte er, machte sich als Verkaufs- und Business-Trainer selbstständig. Was es zu beachten gilt, wenn man mit 40plus den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, verrät er im Interview.

Sie haben mit 48 einen sicheren, gut dotierten Job aufgegeben. Warum?
Thomas Pfummerl: Das haben mich damals viele gefragt. Ich habe mich bei dieser Bank wohl gefühlt und das gemacht, was ich gerne mache: Kundenberater und Führungskräfte trainieren, Vertriebsstrategien entwerfen. Trotzdem habe ich mich gefragt: Ist das wirklich alles, was du vom Berufsleben erwartest? Ich wollte etwas Neues probieren. Ehrlich gesagt vor allem, weil ich nicht immer das Gleiche machen wollte.

Damit haben Sie einiges riskiert…
Manche gehen in die Selbstständigkeit, weil sie ihren Job verlieren, oder in ihrem Job unglücklich sind. Andere kommen, so wie ich, aus einer komfortablen Situation. Da gilt es, gerade mit 40Plus, abzuwägen: Ist es das Neue wirklich wert, im Vergleich zu dem, was ich aufgebe? Das ist das erste, was man sich unbedingt fragen sollte.

Dazu muss man das mögliche Scheitern durchdenken?
Ja. Das Worst Case Szenario, das mit Abstand schlimmste, das in der Selbstständigkeit passieren kann. Mit diesem Bild muss ich überlegen: Kann ich damit leben? Wie gehe ich damit um, wenn das passiert? Wenn ich dafür keinen Ausweg, keine zusätzliche Alternative habe, sollte ich mir sehr genau überlegen, ob ich das riskiere. Wäre mein Horror-Szenario – keiner bucht meine Leistungen – eingetreten, hätte ich wieder in ein Angestelltenverhältnis – vielleicht sogar zu meinem früheren Arbeitgeber – zurückkehren können. Ein Eingestehen des Misserfolges und extrem unangenehm, aber eine Möglichkeit. Jetzt habe ich fast zwei Jahre Selbstständigkeit hinter mir, und es funktioniert Gott sei Dank.


Was ist mit 40Plus gängiger: Dass man in der Branche, in der man tätig ist, bleibt – aber sein eigener Chef wird? Oder, dass man etwas ganz anderes macht?
Die meisten probieren etwas komplett anderes. Zentrales Motiv: Ausgeprägte Frustration. Viele, die mit dem, was sie tun, unglücklich sind, gehen aus einer Emotion heraus in die Selbstständigkeit. Sind irgendwann über einem Verkaufs- oder Führungsbuch eingeschlafen, mögen gute Restaurants, und glauben: Das kann ich auch. Blauäugig bis zum Abwinken. Das funktioniert meistens nicht.

Worauf kommt es an?
Man muss ehrlich und realistisch hinterfragen: Wie viel Umsatz brauche ich, um so leben zu können, wie ich möchte? Wer sind meine Kunden, was ist mein Beuteschema? Bin ich bereit, mehr zu arbeiten, als im Angestelltenverhältnis? Was sind die Menschen bereit, für meine Leistungen zu zahlen? Den Controller in dir brauchst du, um dein Geschäftsmodell beinhart durchzurechnen. Wenn du draufkommst: das kann nicht funktionieren, dann lass es. Such dir etwas anderes, das funktionieren kann. Sehr wichtig: Die Familie muss komplett hinter dir stehen.

Hat man mit 40Plus spezielle Stärken für die Selbstständigkeit?
Es spricht viel dafür, dass man es mit 40Plus besser kann. Man ist normalerweise realistischer bei der Einschätzung, was geht, und was nicht. Hat mehr Fertigkeiten, Qualifikationen, Wissen. Vor allem im beratenden Bereich sind ältere Menschen erfolgreicher. Was ich jetzt mache, hätte ich mit 35 nicht machen können. Jedes Training ist für meine Kunden deutlich mehr wert, als sie dafür bezahlen. Diesen Mehrwert hätte ich früher nicht in dieser Qualität bieten können. Im fortgeschrittenen Alter hat man auch mehr Contenance – Geduld, die man braucht, bis ein neues Geschäft funktioniert. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen.

Thomas Pfummerl war in einem Geldinstitut im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung tätig. 2017, mit 48, kündigte er, und machte sich selbstständig. Heute ist er mit seinem Beratungs- und Personalentwicklungs-unternehmen „smart trainings“ erfolgreich.

Die Anzahl der jüngeren Gründer blieb seit 1993 relativ konstant. Ältere Jahrgänge dagegen gehen verstärkt in die Selbstgängigkeit: 1993 waren 538 Unternehmensgründer 50-60 Jahre alt, 2007 waren es 2.266, im Jahr 2018 bereits über 6.000. Nach ihrem 60. Geburtstag haben 1993 nur 58 Menschen in Österreich ein Unternehmen gegründet. 2007 waren es 561. Mehr als drei Mal so viele (1.881) über 60-Jährige gründeten 2018 ein Unternehmen. Quelle: WKO

Für viele gesunde Jahre

Wie alt werden Sie werden? Das hängt stark von sozioökonomischen Faktoren ab: Finanzielle Möglichkeiten und Bildung erhöhen die Chance auf viele Geburtstage – und auch dafür, wie fit man im fortgeschrittenen Alter das Leben genießen kann.

Gute wirtschaftliche und soziale Lebensumstände erhöhen die Lebenserwartung: Mehrere Studien, wie etwa das von der EU-Kommission finanzierte Forschungsprojekts Lifepath, belegen diese Aussage. Auswertung der Statistik Austria lassen ähnliche Schlüsse zu. Einer aktuellen Analyse des Berliner Robert Koch Instituts zufolge sterben in Deutschland 13 Prozent der Frauen aus der niedrigsten Einkommensgruppe vor ihrem 65. Geburtstag, aber nur acht Prozent aus der höchsten. Bei Männern sterben 27 Prozent aus der niedrigsten Einkommensgruppe vor ihrem 65. Geburtstag, während es nur 14 Prozent aus der höchsten Einkommensgruppe trifft.

„Neue Möglichkeiten früher nutzen.“

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem „gut situierte“ Menschen von Zugewinnen an Lebenszeit profitieren. Warum das so ist, haben wir Marc Luy gefragt. Er leitet am Vienna Institute of Demography der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Forschungsgruppe ‚Gesundheit und Langlebigkeit‘ und stützt seine Antwort auf die ‚Theorie der fundamentalen sozialen Ursachen‘: „Sozioökonomische Faktoren bedingen eine ganze Reihe an flexiblen Ressourcen: Wissen, Geld, Prestige, Einfluss, Kontrolle über das eigene Leben, nützliche Beziehungen. Wer mehr von diesen flexiblen Ressourcen hat, wird immer zu jenen gehören, die neue Möglichkeiten, zum Beispiel in der Medizin, als erste nutzen können.“

Mehr gesunde Jahre

Aber nicht nur die Quantität der erlebten Jahre, sondern auch ihre Qualität zählt. Sprich: Wie fit und gesund man die Zeit als Senior verbringt. Marc Luy: „Wer jetzt um die 50 ist, kann davon ausgehen, dass die verbleibende Lebenszeit jeweils etwa zur Hälfte aus gesunden und aus Jahren mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen besteht.“ Das heißt: Ein Fünfzigjähriger, der 80 wird, hat 15 gesunde, und 15 gesundheitlich beeinträchtigte Jahre vor sich. Eine fünfzigjährige Frau kann mit etwas mehr von beidem rechnen.

Eine Frage der Bildung

Wolfgang Lutz und Endale Birhanu Kebede vom Wittgenstein Centre in Wien legen in einer Studie Daten vor, die zeigen, dass die Bildung für die durchschnittliche Lebensdauer sehr stark entscheidend ist. Dies mag zum einen daran liegen, dass besser gebildete oft einen gesünderen Lebensstil pflegen – Ausnahmen bestätigen die Regel. Fakt ist aber: „Geistige Aktivität schützt vor Demenz oder verlangsamt ihr Voranschreiten“, weiß Marc Luy. Demnach sei es auf jeden Fall sinnvoll, sich mit 40Plus, oder während der Pension, weiterzubilden, vielleicht sogar ein Studium zu beginnen. Wodurch der Spruch „nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir“, eine zusätzliche Bedeutung erhält.

„Gesund bleiben, das ist das wichtigste!“

Diese vor allem von älteren Menschen oft zitierte Binsenweisheit bringt das Ergebnis der Umfrage „Altern in Deutschland“ von stern und Körber-Stiftung auf den Punkt. Gefragt nach ihren Ängsten, nennen die meisten Befragten Krankheiten. Körperliche Einschränkungen, Demenz und die Abhängigkeit von fremder Hilfe führen die Liste an. Nur 67 Prozent glauben, dass ihre gesetzliche Rente zum Leben reicht.

#IchWerde100

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